Das Angebot an funktionellen Lebensmitteln ist groß und nimmt weiter zu. Sicherlich haben sie solche Produkte längst entdeckt - in Ihrem Supermarkt, bei Ihrem Bäcker oder Metzger. Omega-3-Brot und ACE-Säfte gehören dazu ebenso wie probiotische Joghurts. Auch wenn sich der Name „Funktionelle Lebensmittel“ etwas fremd anhört, handelt es sich doch um natürliche Lebensmittel.

Das besondere: Sie bieten über ihre Ernährungsfunktion hinaus einen gesundheitlichen Vorteil. Zu solchen Lebensmitteln zählen zum Beispiel Makrelen oder auch Knoblauch. Funktionellen Lebensmitteln werden aber auch ausgewählte Inhaltsstoffe zugefügt oder bestehende höher konzentriert. Sie können aber auch ganz entfernt werden. Alles soll der Verbesserung des Gesundheitszustandes dienen, einem gesteigerten Wohlbefinden und/oder Krankheitsrisiken verringern.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl verschiedenster Produkte. Einen Überblick verschaffen Sie sich, wenn Sie die Lebensmittel nach den Zutaten einteilen, die einen gesundheitlichen Nutzen versprechen. Die folgende Tabelle listet fünf Hauptgruppen mit ihrer Wirkung und Vorkommen auf.

 

Gruppe Wirkung Vorkommen
Antioxidantien Über die Nahrung, unsere Atmung und Oxidationsprozesse in unserem Körper entstehen ständig so genannte freie Radikale. Liegen sie in einer sehr hohen Anzahl vor, können sie dem Körper schaden. Antioxidantien in der Nahrung machen freie Radikale unschädlich. Mögliche Zellschädigungen können so verhindert werden. Zu den Antioxidantien zählen vor allem die Vitamine A, C und E, Carotinoide, Selen, Zink und die sekundären Pflanzenstoffe. Obst
Gemüse
Getreide
Rotwein
Tee
Schokolade
Kakao
Omega-3- Fettsäuren: Sie wirken vorbeugend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind entzündungshemmend (z. B. bei Gelenks- und Hauterkrankungen). Sie wirken sich zudem positiv auf die Entwicklung des Gehirns und der Netzhaut bei Säuglingen und Kleinkindern aus. Fische wie:
- Lachs,
- Sardellen,
- Sardinen,
- Hering,
- Thunfisch
- Makrele

In Öle wie:
- Leinsamen
- Raps
- Soja

Probiotika: Prebiotika- Produkte sind angereichert mit unverdaulichen Kohlenhydraten wie Inulin und Oligofructose. Diese gelangen unverändert in den Dickdarm. Dort dienen sie erwünschten Darmbakterien als Nahrung und sollen gemeinsam mit diesen für eine bessere Darmgesundheit und damit Stärkung des Immunsystems sorgen. Natürlich z.B. in:
- Spargel
- Knoblauch
- Lauch
- Zwiebeln
- Bananen
- Getreideflocken

Zugesetzt z.B. in:
- Joghurt
- Saft
- Fitnessriegeln

Sekundäre Pflanzenstoffe: Zur Gruppe der Sekundären Pflanzenstoffe werden mehrere tausend Substanzen gerechnet. Versuche weisen auf eine Vielzahl gesundheitsfördernder Eigenschaften hin. So werden einzelnen Pflanzenstoffen Cholesterin senkende, Krebs hemmende, antioxidative oder Immunsystem stimulierende Wirkungen zugesprochen. Aufgrund ihrer Eigenschaften werden sie in verschiedene Klassen eingeteilt: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Monoterpene, Phytoöstrogene und Sulfide. Gemischte Kost bestehend aus viel:

- Gemüse
- Obst
- Hülsenfrüchten
- Kartoffeln
- Vollkornprodukten,
- Nüssen
- Milchprodukten
- Fermentierten
Lebensmitteln
(z. B. Sauerkraut)

     
     

Funktionelle Lebensmittel bei besonderem Bedarf

Wer gesund ist und sich vielseitig und ausgewogen ernährt, braucht i. d. R. keine besonderen funktionellen Lebensmittel. Dennoch können in verschiedenen Lebensphasen bestimmte Inhaltsstoffe die Gesunderhaltung unterstützen, z. B. während der Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Leistungssport oder zunehmendem Alter. Auch erfüllen unsere Essgewohnheiten manchmal nicht die Maßstäbe einer gesund erhaltenden Ernährung. In solchen Fällen können funktionelle Lebensmittel sinnvoll sein.

Worauf ist zu achten

 

  • Funktionelle Lebensmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung – sie wirken unterstützend.
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich mit viel Obst und Gemüse.
  • Setzen Sie öfter Fisch auf Ihren Speiseplan.
  • Achten Sie bei Lebensmitteln mit funktionellen Zusatzstoffen auf den Hinweis, ob die versprochene Wirkung auch wissenschaftlich nachgewiesen ist.
  • Lesen Sie die Zutatenliste, ob Sie die Inhaltsstoffe vertragen, insbesondere bei Allergieanfälligkeit.
  • Funktionelle Lebensmittel sind kein Ersatz für Heil- oder Arzneimittel in Krankheitsfällen.