Eine heiße Tasse Tee an kalten Tagen genossen kann wie ein Wunder wirken. Egal, ob es sich dabei um einen „echten“ Tee aus Teeblättern oder um einen Teeaufguss, zubereitet aus Kräutern, Früchten, Wurzeln oder Blüten handelt. Der Geschmack und die Wärme durchdringen den ganzen Körper und schaffen ein behagliches Wohlgefühl.

Tee gehört zu den am häufigsten konsumierten Getränken in der Welt. In Deutschland avanciert er inzwischen zum Life-Style-Getränk. Kein Wunder, denn kein anderes Getränk hat so viele Facetten und ist so vielseitig. Er passt sowohl zum Frühstück wie zum Abendbrot, zum 4-Gänge-Menü, zum Sport, ins Büro oder sorgt einfach zwischendurch für Entspannung.

Tee ist gesunder Genuss
Tee aus Teeblättern zubereitet enthält wichtige Inhaltsstoffe, die sich unter anderem günstig auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.
Teeaufguss unterstützt die Gesundheit je nach seiner Zusammensetzung, z.B. Pfefferminze, Salbei oder Kamille bei Erkältung, Magen-Darmbeschwerden oder er fördert die Konzentration. Viele unterschiedliche gesundheitsfördernde Wirkungsweisen werden Tee zugeordnet...

Tee ist gefragt
Dank seiner Vielfalt gewinnt Tee immer mehr junge Liebhaber. Das liegt auch an der explosionsartigen Entwicklung neuer Sorten und Geschmacksrichtungen. Spannend klingen Namen wie Garten des Sultans, Wind der Savanne und Sonne des Buddhas (Alle drei sind Schwarzteemischungen mit exotischen Gewürzen, z.B. Zimt, Vanille, Kardamom, Zichorie, Orange etc.) oder der Honeybush-Tee (natur und mit Vanille) aus Südafrika. Frauen-Tee beinhaltet Früchte, Kräuter und Blüten wie Verbena, Apfel, Rosmarin, Sonnenblumen und Lindenblüten, Gänseblümchen und Apfelstücke. Dagegen enthält der Tee für den Mann Vogelknöterich, Pimpernell, Bärlapp, Birke, Rittersporn, Taubnessel, Labkraut und Anserine.

Entspannung für Körper und Seele
Immer mehr stellen Wissenschaftler eine Verbindung zwischen Körper und Seele fest, die sie auf den Genuss von Tee zurückführen. So sorgen zum Beispiel im Tee enthaltene Aromastoffe für eine ausgleichende Stimmung, wirken – gerade in Stresssituationen – entspannend auf Körper und Geist und mobilisieren innere Energien.

Wenn Sie im Advents- und Weihnachtsstress die jahreszeitlich passende Entspannung suchen, dann verwöhnen Sie sich und Ihre Familie mit Weihnachts-Tees, die nach Apfel-Zimt, gebrannten Mandeln, Bratapfel oder Marzipan-Zimt-Rum schmecken und ein sanft-weihnachtliches Aroma verströmen.

Entdecken Sie den Tee neu
Das Besondere aller Tees sind ihre aromatischen Zutaten, ihre neuen verführerischen Mischungen und der daraus entstehende volle Geschmack mit unvergleichlichem Duft.

Je nach Stimmung und Gefühlslage bauen sie auf, entspannen, inspirieren, machen sinnlich, wecken Erinnerungen oder laden ein zum Träumen. Gehen Sie doch einfach mal auf Entdeckungsshopping. Lassen Sie sich von Ihrer Stimmung leiten. Es kann sein, dass Sie zum Teeliebhaber werden, denen man übrigens nachsagt, dass sie den Alltag gelassener angehen als andere.
12 Tipps zur Tee-Zubereitung

 

  • Um den Tee-Geschmack nicht zu beeinträchtigen, sollte die Kanne nur mit heißem Wasser (ohne Spülmittel) ausgespült und vor der Zubereitung mit heißem Wasser erwärmt werden.
  • Generell entfalten sich Aroma und Geschmack am besten bei weichem, kalkarmem Wasser mit wenig Eigengeschmack. Hartes Wasser kann feine Tees negativ beeinflussen. Kräftige Teesorten wie Ceylon- oder Assam-Tees vertragen mineralreiches Wasser besser.
  • Wasser frisch aus der Leitung verwenden. Abgestandenes oder bereits gekochtes Wasser hat nicht mehr genügend Sauerstoff.
  • Wasser zunächst sprudelnd kochen. Schwarzer Tee wird mit dem kochendheißen Wasser übergossen.
  • Bei grünem Tee, Wasser auf etwa 70 Grad abkühlen, bevor Sie den Tee aufbrühen. Ansonsten kann der Tee eine herbe Note entwickeln.
  • Generell rechnet man pro Tasse etwa einen Teelöffel bzw. zwei Gramm Tee. Da Broken-Tees ergiebiger sind, reicht ein gestrichener Teelöffel. Bei Blatt-Tee darf es ein gehäufter sein. Wenn Sie ein kräftiges Aroma bevorzugen, sollten Sie noch einen extra Löffel „für die Kanne“ dazugeben.
  • Die Teeblätter brauchen Platz, um sich zu entfalten. Deshalb brühen Sie sie am besten in einem separaten Gefäß auf und gießen den Aufguss nach dem Ziehen in eine vorgewärmte Kanne.
  • Eine Alternative ist ein sehr großes Teesieb, das in der Teekanne hängt und in dem die Teeblätter frei schwimmen können.
  • Die Ziehdauer richtet sich nach Ihrem Geschmack und der Wirkweise. Soll das Getränk über ein Leistungstief hinweg helfen, lässt man es zwei bis drei Minuten ziehen. Denn in den ersten Minuten nach dem Aufgießen geben die Teeblätter vor allem das anregende Koffein ab.
  • Teeaufguss aus Früchten, Kräutern, Beeren usw. braucht längere Zeit zum ziehen, ca. 10 Minuten
  • Ob der Tee pur, mit Zucker oder mit Sahne getrunken wird, ist Geschmackssache. Rohrzucker verleiht dem Getränk eine leicht karamellartige Nuance. Kandis gilt unter Teetrinkern als Klassiker.
  • Tee sollte nach dem Einkauf in luftdicht verschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Der Tee muss kühl, trocken und dunkel lagern. Glasbehälter gehören daher in den Schrank. Auch fremde Gerüche beeinträchtigen das Tee-Aroma. Gut verpackt können Sie den Tee viele Monate aufbewahren, ohne auf sein köstliches Aroma verzichten zu müssen.

 

Tee ist nicht gleich Tee
Der klassische Tee stammt von der Camellia sinensis oder der Camellia assamica Pflanze. Sie sind der Ursprung aller Teepflanzen. Tee wird in unterschiedlichen Anbauregionen gewonnen. So unterschiedlich wie die Region ist auch sein Geschmack.

Darjeeling
Darjeeling-Tee wächst an den südlichen Ausläufern des Himalaya-Gebirges in Höhen bis zu 2.000 Metern - eine helle, leichte, blumige Teesorte, die sich durch ihr liebliches und intensives Aroma auszeichnet.

Assam
In Nordost-Indien liegt das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Erde, direkt an der Grenze zu Myanmar, dem ehemaligen Birma. Assam-Tee ist kräftig, voll, rund, ausgewogen, malzig und hat eine dunkel rotbraun leuchtende Farbe.

Ceylon
Eigentlich stammt der Tee aus Sri Lanka. Im Handel wird aber noch immer der alte Name Ceylon verwendet. Er hat einen frisch-aromatischen, spritzig-lebhaften Geschmack mit einer ganz besonderen, eleganten Milde. Farblich liegt er zwischen Darjeeling und Assam.

Yunnan
An den Grenzen zu Tibet, Laos, Vietnam und Myanmar, nahe dem indischen Assam in der chinesischen Teeprovinz Yunnan wächst der Yunnan-Tee. Er ist im Geschmack vollmundig und hat einen ansprechenden Duft. Die Farbe ist rötlich-golden.

Keemun
Dieser weltbekannte Tee wird als die Krönung chinesischer Schwarztee-Kunst bezeichnet. Er stammt aus der Provinz Anhui. Sein Geschmack ist voll, rund, fruchtig-süßlich und harmonisch. Der Duft wird mit einem einzigartigen "getoasteten" Aroma beschrieben.

Oolong
Bei der Herstellung werden die frischen Teeblätter nur am Rand fermentiert. Deshalb spricht man hier von einem Tee. Die Geschmacksskala reicht abhängig von der Qualität von malzig-brotig bis fruchtig-duftig, das Aroma soll an reife Pfirsiche erinnern.

Sencha
Der grüne Tee wird am Fuße des Fudschijamas in der Provinz Shizuoka angebaut. Er ist die meistgetrunkene Teesorte in Japan. Darüber hinaus wird grüner Sencha auch in Taiwan und China produziert. Je dunkelgrüner die Blätter, desto besser der Tee.