SGS INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel

Verpackungsangaben für viele unverständlich

Eine aktuelle Studie von SGS INSTITUT FRESENIUS dokumentiert die Verunsicherung der deutschen Verbraucher beim Lebensmittelkauf. Gefragt sind eindeutige Produktdeklarationen und aussagekräftige Orientierungshilfen.

„Die Verbraucher sind sensibler geworden“, resümiert Dr. Ulrich Ellinghaus angesichts der Ergebnisse der repräsentativen Verbraucherum-frage zum Thema „Lebensmittelqualität & Verbrauchervertrauen“, die das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH durchgeführt hat. Ziel war die Erfassung von Verbraucherbefindlichkeiten und -befürchtungen beim Lebensmitteleinkauf und das Aufzeigen von möglichen Konsequenzen und Lösungen für die Lebensmittelwirtschaft.

Die Hauptbefürchtung der Verbraucher, so ergab die Studie, ist falsche, komplizierte oder nicht ausreichende Deklaration. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) zweifelt an der Korrektheit der Inhaltsangaben auf der Verpackung und hat Sorge, dass beispielsweise in der Erdbeermarmelade keine Erdbeere enthalten ist. Genauso groß ist die Befürchtung vor gentechnisch veränderten Zutaten. Die Angst vor einem Etikettenschwindel zeigt sich auch daran, dass 51 Prozent der Befragten befürchten, die Produkte seien nicht so gesund wie vom Hersteller behauptet. Zusatzstoffe und nicht deklarierte Inhaltsstoffe sorgen darüber hinaus für Unruhe bei den Befragten.

„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Verbraucher nicht mehr nur durch die großen Lebensmittelskandale verunsichert sind, sondern durch jede Art von realer oder gefühlter Irreführung“, erläutert Dr. Ulrich Ellinghaus. „Der Verbraucher will sich bewusst für den Kauf eines Lebensmittels entscheiden. Wird sein Vertrauen in die Produktangaben enttäuscht oder in Frage gestellt, straft er solche Produkte ab.“

Ein Hauptgrund für die deutliche Verunsicherung liegt in der Schwierigkeit der Verbraucher, die Verpackungsangaben vollständig zu begreifen: Für jeden zweiten Deutschen sind die Angaben auf den Lebensmitteln weniger oder gar nicht verständlich, so die Studie. Die Befragten haben beispielsweise Schwierigkeiten zu erkennen, ob ein Produkt für Allergiker oder Diabetiker geeignet ist, ob und welche Zusatzstoffe enthalten sind, ob das Produkt gesund ist, wie viel Fett oder Zucker es enthält und ob es für Kinder geeignet ist. Diese Verständnisschwierigkeiten können schnell zu Verunsicherungen bei der Kaufentscheidung führen. Die Studie ergab, dass überdurchschnittliche Verständnisprobleme insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit einfacher Schulbildung haben.

Generell findet es jeder vierte Verbraucher im Vergleich zu früher schwieriger, sich gesund zu ernähren. „Die Verbraucher genießen auf der einen Seite zwar die große Auswahl an Lebensmitteln, die ihnen die Lebensmittelwirtschaft heute bietet“, so Dr. Ulrich Ellinghaus. „Auf der anderen Seite sehnen sie sich aber auch nach Orientierung und Information.“ Daraus ergebe sich für die Lebensmittelhersteller die Chance, dem Bedürfnis nach Transparenz und Sicherheit noch besser gerecht zu werden und ihre Produkte eindeutig und leicht verständlich zu deklarieren.

Auch aussagekräftige Orientierungshilfen wie Prüf- und Testsiegel werden vom Verbraucher belohnt, ergab die Studie. 32 Prozent der befragten Verbraucher vertrauen unabhängigen Prüfsiegeln, wie dem INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel. Zum Vergleich: Den Angaben der Lebensmittelhersteller selbst glauben nur 9 Prozent. Neben unabhängigen Prüfinstituten genießen dabei auch die Verbraucherzentralen eine be-sonders hohe Glaubwürdigkeit, wenn es um die Information über die Qualität von Lebensmitteln geht. „Die Zahlen belegen die generelle Bedeutung von glaubwürdigen Prüfsiegeln als wirksame Orientierungshilfe für den Verbraucher und bestätigen uns in unserer eigenen Arbeit“, erklärt Dr. Ulrich Ellinghaus. „Unser Ziel ist es, das Verbrauchervertrauen gemeinsam mit unseren Kunden durch noch mehr Transparenz und Dialog zu erhöhen.“

Die Verbraucherumfrage von SGS INSTITUT FRESENIUS liefert weitere aufschlussreiche Ergebnisse zum Einkaufsverhalten der Deutschen, unter anderem:
• Kaufkriterien der Deutschen: Lieber regional statt Bio
• Frauen kaufen kritischer und gesundheitsbewusster als Männer
• Ostdeutsche achten stärker auf die Herkunft der Produkte als Westdeutsche

Die wichtigsten Studienergebnisse finden Sie auf unserer Website hier.

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