Verpackungsangaben für viele unverständlich
10. September 2010
„Die Verbraucher sind sensibler geworden“, resümiert Dr. Ulrich Ellinghaus angesichts der Ergebnisse der repräsentativen Verbraucherum-frage zum Thema „Lebensmittelqualität & Verbrauchervertrauen“, die das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH durchgeführt hat. Ziel war die Erfassung von Verbraucherbefindlichkeiten und -befürchtungen beim Lebensmitteleinkauf und das Aufzeigen von möglichen Konsequenzen und Lösungen für die Lebensmittelwirtschaft.
Die Hauptbefürchtung der Verbraucher, so ergab die Studie, ist falsche, komplizierte oder nicht ausreichende Deklaration. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) zweifelt an der Korrektheit der Inhaltsangaben auf der Verpackung und hat Sorge, dass beispielsweise in der Erdbeermarmelade keine Erdbeere enthalten ist. Genauso groß ist die Befürchtung vor gentechnisch veränderten Zutaten. Die Angst vor einem Etikettenschwindel zeigt sich auch daran, dass 51 Prozent der Befragten befürchten, die Produkte seien nicht so gesund wie vom Hersteller behauptet. Zusatzstoffe und nicht deklarierte Inhaltsstoffe sorgen darüber hinaus für Unruhe bei den Befragten.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Verbraucher nicht mehr nur durch die großen Lebensmittelskandale verunsichert sind, sondern durch jede Art von realer oder gefühlter Irreführung“, erläutert Dr. Ulrich Ellinghaus. „Der Verbraucher will sich bewusst für den Kauf eines Lebensmittels entscheiden. Wird sein Vertrauen in die Produktangaben enttäuscht oder in Frage gestellt, straft er solche Produkte ab.“
Ein Hauptgrund für die deutliche Verunsicherung liegt in der Schwierigkeit der Verbraucher, die Verpackungsangaben vollständig zu begreifen: Für jeden zweiten Deutschen sind die Angaben auf den Lebensmitteln weniger oder gar nicht verständlich, so die Studie. Die Befragten haben beispielsweise Schwierigkeiten zu erkennen, ob ein Produkt für Allergiker oder Diabetiker geeignet ist, ob und welche Zusatzstoffe enthalten sind, ob das Produkt gesund ist, wie viel Fett oder Zucker es enthält und ob es für Kinder geeignet ist. Diese Verständnisschwierigkeiten können schnell zu Verunsicherungen bei der Kaufentscheidung führen. Die Studie ergab, dass überdurchschnittliche Verständnisprobleme insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit einfacher Schulbildung haben.
Generell findet es jeder vierte Verbraucher im Vergleich zu früher schwieriger, sich gesund zu ernähren. „Die Verbraucher genießen auf der einen Seite zwar die große Auswahl an Lebensmitteln, die ihnen die Lebensmittelwirtschaft heute bietet“, so Dr. Ulrich Ellinghaus. „Auf der anderen Seite sehnen sie sich aber auch nach Orientierung und Information.“ Daraus ergebe sich für die Lebensmittelhersteller die Chance, dem Bedürfnis nach Transparenz und Sicherheit noch besser gerecht zu werden und ihre Produkte eindeutig und leicht verständlich zu deklarieren.
Auch aussagekräftige Orientierungshilfen wie Prüf- und Testsiegel werden vom Verbraucher belohnt, ergab die Studie. 32 Prozent der befragten Verbraucher vertrauen unabhängigen Prüfsiegeln, wie dem INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel. Zum Vergleich: Den Angaben der Lebensmittelhersteller selbst glauben nur 9 Prozent. Neben unabhängigen Prüfinstituten genießen dabei auch die Verbraucherzentralen eine be-sonders hohe Glaubwürdigkeit, wenn es um die Information über die Qualität von Lebensmitteln geht. „Die Zahlen belegen die generelle Bedeutung von glaubwürdigen Prüfsiegeln als wirksame Orientierungshilfe für den Verbraucher und bestätigen uns in unserer eigenen Arbeit“, erklärt Dr. Ulrich Ellinghaus. „Unser Ziel ist es, das Verbrauchervertrauen gemeinsam mit unseren Kunden durch noch mehr Transparenz und Dialog zu erhöhen.“
Die Verbraucherumfrage von SGS INSTITUT FRESENIUS liefert weitere aufschlussreiche Ergebnisse zum Einkaufsverhalten der Deutschen, unter anderem:
• Kaufkriterien der Deutschen: Lieber regional statt Bio
• Frauen kaufen kritischer und gesundheitsbewusster als Männer
• Ostdeutsche achten stärker auf die Herkunft der Produkte als Westdeutsche
Die wichtigsten Studienergebnisse finden Sie auf unserer Website hier .
Ihr Ansprechpartner:
Anke Teichgräber
SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Abteilung Qualitätssiegel
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t: +49 (0)40 88309 - 320
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Web: www.qualitaetssiegel.net
Das INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel zeichnet seit 1973 Lebensmittel und Konsumgüter aus, die die umfangreichen Prüfanforderungen der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH erfolgreich bestehen. Getestet werden vornehmlich Lebensmittel, aber auch Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Gebrauchsgegenstände, vor allem auf die Aspekte Qualität und Sicherheit. Die ganzheitliche Qualitätsprüfung reicht von der Prüfung der Rohstoffe des Produktes über den Herstellungsprozess bis zum fertigen Produkt inklusive Verpackung und Verschluss und umfasst je nach Produkte ggf. auch Prüfungen der Lieferanten und/oder der landwirtschaftlichen Vorstufe. Geprüft wird immer neutral und unabhängig. Auch nach der Siegelvergabe finden regelmäßig Kontrollen statt. Qualitätsbewusste Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die zertifizierten Produkte sicher sind und genau das enthalten, was die Produktinformationen ausweisen – und zwar nur das. www.qualitaetssiegel.net
Als Teil des weltweit führenden Prüfdienstleisters SGS (Société Générale de Surveillance) in Genf besitzt SGS INSTITUT FRESENIUS mit Hauptsitz in Taunusstein eine in Deutschland führende Stellung im Bereich Consumer Testing Services, Life Science Services und Umweltschutzanalytik. Das Unternehmen blickt auf eine 160 Jahre Unternehmenshistorie im Laborbereich zurück und genießt mit seinen 600 Mitarbeitern einen exzellenten Ruf bei Herstellern, Handel und Verbrauchern.
Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren – die SGS Gruppe ist das weltweit führende Unternehmen auf diesen Gebieten. 1878 gegründet, setzt der Dienstleister mit Hauptsitz in Genf heute weltweit anerkannte Maßstäbe für höchste Standards. SGS unterhält ein internationales Netzwerk mit mehr als 56,000 Mitarbeitern in über 1,000 Büros und Laboren.
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