Institut Fresenius - Qualitätssiegel
Qualitätssiegel

Verbraucher wissen um ihren Einfluss auf die Lebensmittelqualität

17. Oktober 2011

„Die Verbraucher kennen ihre Bedeutung und ihre Einflussmöglichkeiten für bessere Lebensmittelqualität, nutzen sie aber noch nicht voll-ständig aus“, resümiert Dr. Christian Hummert aufgrund der aktuellen SGS INSTITUT FRESENIUS Verbraucherstudie „Lebensmittelqualität und Verbrauchermacht“, die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde. Für 71 Prozent der Bevölkerung sind die Verbraucher selber eine der wichtigsten Instanzen, wenn es darum geht, für eine bessere Lebensmittelqualität zu sorgen. Nur den staatlichen Kontrollbehörden wie z.B. Ämtern für Lebensmittelüberwachung räumen sie geringfügig mehr Einfluss ein (73 Prozent).


„Nur sechs Prozent der Bevölkerung sind davon überzeugt, dass sie gar keinen Einfluss auf die Lebensmittelqualität als Verbraucher haben. Die Mehrheit weiß somit um ihre Macht. Das ist auch ein klares Statement an die Lebensmittelindustrie, die Verbrauchermeinung weiterhin ernst zu nehmen“, erläutert Dr. Christian Hummert.
Bei der Einschätzung, wie groß ihr Einfluss für eine bessere Lebensmittelqualität tatsächlich ist, sind die Verbraucher aber vorsichtiger. Die Hälfte sieht einen sehr großen oder eher großen Verbrauchereinfluss. Die andere Hälfte spricht den Verbrauchern einen eher geringen oder sehr geringen Einfluss zu. Insbesondere die Ostdeutschen zeigen sich pessimistisch: 61 Prozent glauben nicht, dass sie selbst großen Einfluss auf die Qualität von Lebensmitteln haben.

Kaufverweigerung halten die Verbraucher für die effektivste Möglichkeit, zu einer besseren Lebensmittelqualität beizutragen. 82 Prozent gaben an, dass es am besten ist, Produkte nicht mehr zu kaufen, wenn sie selbst schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Und weitere 69 Prozent empfehlen Produkte von Unternehmen zu meiden, die in Lebens-mittelskandale verwickelt waren.
Auch wenn die Verbraucher ihre Einflussmöglichkeiten für bessere Lebensmittelqualität erkennen, nutzen sie die Möglichkeiten noch nicht ausreichend. 55 Prozent glauben nicht, dass sie ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Nur knapp jeder vierte Konsument ist davon überzeugt, die eigenen Einflussmöglichkeiten als Verbraucher ausreichend zu nutzen. Der Grund dafür ist vielfach Bequemlichkeit. 53 Prozent derjenigen, die ihre Möglichkeiten nach eigener Einschätzung nicht ausreichend nutzen, geben zu, dass es ihnen zu viel Aufwand ist, sich stärker einzubringen. Ein wichtiger Faktor zur Aktivierung der Verbrau-cher sind die Medien. Die kritische Berichterstattung über Lebensmittelqualität erreicht die Bevölkerung: 52 Prozent haben solche Berichte in den letzte Monaten häufiger gelesen oder gesehen, weitere 34 Prozent ab und zu.

„Eine Voraussetzung für die Verbraucher sich für bessere Lebensmittelqualität einzubringen, ist diese erst einmal zu erkennen. Das fällt ihnen insbesondere bei verpackten und verarbeiteten Produkten schwer“, fasst Dr. Hummert zusammen. Unverarbeitete, frische Ware wie Obst und Gemüse zu beurteilen, trauen sich 86 Prozent der Bevölkerung zu. Bei Backwaren beim Bäcker sind es 82 Prozent, beim Fleisch von der Fleischtheke 69 Prozent und beim Käse von der Käsetheke immer noch 67 Prozent.
Je verarbeiteter und komplexer ein Lebensmittel jedoch ist, desto schwieriger wird es für die Verbraucher, die Qualität einzuschätzen. So glauben nur 35 Prozent, dass sie die Qualität eines Fruchtsaftes erkennen können. Ganz schwierig wird es bei Fertigprodukten – seien sie ungekühlt (14 Prozent trauen sich ein Urteil zu) oder tiefgekühlt (17 Prozent).
Für die Verbraucher ist das stärkste Qualitätsmerkmal die Frische von Lebensmitteln. 88 Prozent gaben das an. Bemerkenswert ist, dass das Tierwohl als sehr wichtiger Qualitätsfaktor angesehen wird, 69 Prozent sind dieser Meinung. Damit messen die Verbraucher einer artgerechten Tierhaltung größere Bedeutung bei als der regionalen Herkunft (58 Prozent), den enthaltenen Zusatzstoffen (55 Prozent) und ob es sich um ein Bio-Produkt handelt (37 Prozent).

„Ein Ärgernis für die Verbraucher bleibt auch weiterhin die Mogelpackung. Damit ist nicht gemeint, dass die Verpackungen mehr Inhalt vortäuscht, sondern dass nicht die Zutaten drin sind, die drauf ste-hen“, erläutert Dr. Christian Hummert. Die aktuelle Erhebung bestätigt darin die Verbraucherstudie 2010: 50 Prozent der Verbraucher fürchten, dass wichtige Angaben auf der Verpackung fehlen oder nur versteckt auftauchen.

Die Verbraucherstudie 2011 von SGS INSTITUT FRESENIUS liefert weitere aufschlussreiche Ergebnisse zum Einkaufsverhalten der Deutschen, unter anderem:
  • Medienberichte beeinflussen Kaufverhalten: 66 Prozent der Verbraucher haben aufgrund von Medienberichten ihr Kaufverhalten schon mal geändert

  • Die Furcht vor Schadstoffen in Obst und Gemüse ist bei den Verbrauchern am größten



Weiterführende Informationen und Schaubilder erhalten Sie bei:
Anke Teichgräber
SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Abteilung Qualitätssiegel
Rödingsmarkt 16
20459 Hamburg
t: +49 40 30101 - 812
f: +49 (0)89 12 50 40 67 320
Email: info@qualitaetssiegel.net
Web: www.qualitaetssiegel.net

Das INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel zeichnet seit 1973 Lebensmittel und Konsumgüter aus, die die umfangreichen Prüfanforderungen der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH erfolgreich bestehen. Getestet werden vornehmlich Lebensmittel, aber auch Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Gebrauchsgegenstände, vor allem auf die Aspekte Qualität und Sicherheit. Die ganzheitliche Qualitätsprüfung reicht von der Prüfung der Rohstoffe des Produktes über den Herstellungsprozess bis zum fertigen Produkt inklusive Verpackung und Verschluss und umfasst je nach Produkte ggf. auch Prüfungen der Lieferanten und/oder der landwirtschaftlichen Vorstufe. Geprüft wird immer neutral und unabhängig. Auch nach der Siegelvergabe finden regelmäßig Kontrollen statt. Qualitätsbewusste Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die zertifizierten Produkte sicher sind und genau das enthalten, was die Produktinformationen ausweisen – und zwar nur das. www.qualitaetssiegel.net

Als Teil des weltweit führenden Prüfdienstleisters SGS (Société Générale de Surveillance) in Genf besitzt SGS INSTITUT FRESENIUS mit Hauptsitz in Taunusstein eine in Deutschland führende Stellung im Bereich Consumer Testing Services, Life Science Services und Umweltschutzanalytik. Das Unternehmen blickt auf eine 160 Jahre Unternehmenshistorie im Laborbereich zurück und genießt mit seinen 600 Mitarbeitern einen exzellenten Ruf bei Herstellern, Handel und Verbrauchern.

Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren – die SGS Gruppe ist das weltweit führende Unternehmen auf diesen Gebieten. 1878 gegründet, setzt der Dienstleister mit Hauptsitz in Genf heute weltweit anerkannte Maßstäbe für höchste Standards. SGS unterhält ein internationales Netzwerk mit mehr als 56,000 Mitarbeitern in über 1,000 Büros und Laboren.

zurück