Der neue Verbrauchertrend Regionalität
03. Mai 2010
Auch das Krisenjahr 2009 hat die Biobranche gut überstanden, wenn auch das Wachstum laut einer Analyse der GfK vom Februar 2010 um zwei Prozent im Vergleich zu 2008 gering ausfiel. Dem Bio-Hype folgt jetzt ein neuer Trend, der für die Verbraucher immer wichtiger wird und von dem auch die Biobranche profitieren kann. Der Trend heißt „Regionalität“.
Durch das wachsende Angebot an Produkten schauen die Verbraucher genauer hin, um die Angebote zu differenzieren. Ein zunehmend gewichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung ist die Regionalität. Dies gilt nicht nur für Bio-Produkte, doch gerade auch in diesem Segment spielt die Herkunft eine entscheidende Rolle. In einer Umfrage der Allianz Deutschland AG (Dezember 2009) gaben 56 Prozent von 1.000 Befragten an, im Jahr 2010 mehr Produkte aus der Region kaufen zu wollen. In der Studie „Bio, Öko, fairer Handel“ (YouGovPsychonomics, November 2009) heißt es sogar, dass die regionale Herkunft von Lebensmitteln bei der Mehrzahl der Befragten die Kaufentscheidung stärker beeinflusst als jede Bio-Zertifizierung.
Doch was versteht man eigentlich unter Regionalität? Johannes Simons, Dozent für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft an der Universität Bonn, hat darauf eine Antwort. In seinem Vortrag zum Thema: „Aus der Region für die Region. Aus der Region in alle Welt. Was bedeutet heute Regionalität?“ (Deutschen Molkereikongress MORPO 9.-10.02.10) unterscheidet er zwischen Produkten, die in der Region hergestellt und dort auch verkauft werden und Produkten, die aus einer bestimmten Region stammen, aber national oder international vertrieben werden.
Die engere Auslegung von Regionalität als Produkt aus der unmittelbaren Nachbarschaft ist für den Verbraucher die stärkere. Er empfindet eine emotionale Nähe zum Produkt aus seiner eigenen Region. Das unterstreicht auch Dr. Ulrich Ellinghaus, Leiter des Bereits „Qualitätssiegel & Prüfzeichen“ bei SGS INSTITUT FRESENIUS: „Einem Produkt aus der unmittelbaren Nachbarschaft bringen die Verbraucher mehr Vertrauen entgegen. Ein kontrollierter Bio-Apfel kann beispielsweise auch aus China stammen. Für einen Hamburger muss der echte Bioapfel aber aus dem Alten Land kommen. Überspitzt formuliert, hat der Verbraucher beim Kauf das Bild von blühenden Apfelbäumen an der Elbe vor Augen.“
Für Johannes Simons gibt es noch weitere Gründe, warum Regionalität für den Verbraucher wichtig ist. Regionale Produkte stehen beim Konsumenten für Frische und den Wunsch nach umweltfreundlicher Erzeugung, artgerechter Tierhaltung sowie für die Unterstützung der lokalen Landwirte. Aus diesem Grund ist die geprüfte Kennzeichnung der Herkunft von großer Bedeutung. Erst, wenn der Verbraucher erkennen kann, wo ein Lebensmittel produziert worden ist, kann er seine Kaufentscheidung nach dem Kriterium der Regionalität treffen.
Unternehmen, die den Verbrauchern die Regionalität ihrer Produkte vermitteln möchten, können sich ihren Herkunftsnachweis auch von SGS INSTITUT FRESENIUS zertifizieren lassen. Das gilt für alle Konsumgüter, insbesondere aber auch für Bio-Produkte. Über einen vertrauensvollen Herkunftsnachweis durch unabhängige Dritte können Unternehmen einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb erlangen, der sich darüber hinaus als positives Zeichen für den Handel auch auf das eigene Wachstum auswirken kann.
Ihr Ansprechpartner:
Anke Thomsen
SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Abteilung Qualitätssiegel
Weidenbaumsweg 137
21035 Hamburg
t: +49 (0)40 88309 - 320
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Email: info@qualitaetssiegel.net
Web: www.qualitaetssiegel.net
Das INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel zeichnet seit 1973 Lebensmittel und Konsumgüter aus, die die umfangreichen Prüfanforderungen der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH erfolgreich bestehen. Getestet werden vornehmlich Lebensmittel, aber auch Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Gebrauchsgegenstände, vor allem auf die Aspekte Qualität und Sicherheit. Die ganzheitliche Qualitätsprüfung reicht von der Prüfung der Rohstoffe des Produktes über den Herstellungsprozess bis zum fertigen Produkt inklusive Verpackung und Verschluss und umfasst je nach Produkte ggf. auch Prüfungen der Lieferanten und/oder der landwirtschaftlichen Vorstufe. Geprüft wird immer neutral und unabhängig. Auch nach der Siegelvergabe finden regelmäßig Kontrollen statt. Qualitätsbewusste Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die zertifizierten Produkte sicher sind und genau das enthalten, was die Produktinformationen ausweisen – und zwar nur das. www.qualitaetssiegel.net
Als Teil des weltweit führenden Prüfdienstleisters SGS (Société Générale de Surveillance) in Genf besitzt SGS INSTITUT FRESENIUS mit Hauptsitz in Taunusstein eine in Deutschland führende Stellung im Bereich Consumer Testing Services, Life Science Services und Umweltschutzanalytik. Das Unternehmen blickt auf eine 160 Jahre Unternehmenshistorie im Laborbereich zurück und genießt mit seinen 600 Mitarbeitern einen exzellenten Ruf bei Herstellern, Handel und Verbrauchern.
Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren – die SGS Gruppe ist das weltweit führende Unternehmen auf diesen Gebieten. 1878 gegründet, setzt der Dienstleister mit Hauptsitz in Genf heute weltweit anerkannte Maßstäbe für höchste Standards. SGS unterhält ein internationales Netzwerk mit mehr als 56,000 Mitarbeitern in über 1,000 Büros und Laboren.
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